Bevölkerung
Etwa 20 Prozent der Bevölkerung sind außerhalb des Landes
geboren. 87% gelten als Grönländer (Nachfahren der Kalallit).
Aufgrund der andauernden Rückwanderung europäischer Bewohner
bleibt die Bevölkerungszahl fast konstant. 98 Prozent der
Bevölkerung sind protestantisch.
Die Inuit Grönlands werden in drei Gruppen unterteilt. Den
Hauptteil stellen die Westgrönländer dar, die an der
Westküste zwischen Upernavik und Nanortalik leben. Die
Ostgrönländer, die in den Kommunen Tasiilaq und
Ittoqqortoormiit leben, trafen erst vor etwa 100 Jahren auf
Europäer. Die Nachfahren der letzten Einwanderungswelle von Inuit
aus Kanada stellen die Polarinuit (Inughuit) dar, die in Avanersuaq
leben.
Vor allem in den größeren Orten Grönlands lebt auch
eine dänische Minderheit. Diese Minderheit ist zu 90% in Nuuk zu
finden. Auch ein noch kleinerer Teil Deutsche lebt in Nuuk.
Regierung
Grönland ist demokratisch verfasst. Das Parlament (Landsting) wird
alle vier Jahre gewählt und wählt seinerseits den
Premierminister und die Regierung (Hjemmestyre). Grönland ist
durch zwei direkt gewählte Abgeordnete im dänischen Parlament
vertreten.
Die grönländische Regierung und das Landsting verwalten die
grönländischen Angelegenheiten. Dies geht bis in den Bereich
der Gesetze und Rechtsprechung. Dänische Gesetze können vom
Landsting übernommen werden. Die Landesverteidigung obliegt
Dänemark, die Außenpolitik ist weitgehend von Dänemark
übernommen, es gibt spezielle Aspekte grönländischer
Außenpolitik, beispielsweise die Beziehungen zu anderen
Inuit-Regionen oder die Nichtmitgliedschaft in der EU.
Im Jahre 2006 soll ein Referendum den künftigen Status der Insel
bestimmen. Gegenwärtig wird durch die Erschließung von
Rohstoffen versucht, sich wirtschaftlich weiter von Dänemark zu
lösen.